Sumpfkalk ist ein vielseitig einsetzbarer Baustoff. Er gilt als natürlich und umweltfreundlich, weil es für seine Herstellung weder synthetische noch andere Zusatzstoffe benötigt. Ein großer Vorteil dieses alkalischen Baumaterials ist seine desinfizierende Eigenschaft: Schimmelpilz kann auf Kalkputz oder -farbe einfach nicht überleben. Zusätzlich ist Sumpfkalk gut veredelbar, es lassen sich etwa verschiedene Mörtel, Putze oder Kalkfarben daraus produzieren.

Sumpfkalk ist nassgelöschtes Kalkhydrat. Nach der Herstellung und feinen Mahlung von Branntkalk wird reichlich Wasser hinzugefügt, bis ein Kalkteig entsteht. Je länger der Kalk anschließend im Wasser sumpft, desto besser wird seine Qualität, weil der Kristallisationsprozess immer weitergeht. Nach der Lagerzeit von drei Monaten bis zu sechs Jahren erhält der Teig eine Konsistenz, die Topfen oder einer Paste sehr ähnlich ist. Sumpfkalk dient als Basis zur Weiterverarbeitung für verschiedene Produkte, die etwa in Kirchen, bei Renovierungen oder Restaurierungen sowie bei Fassaden zur Anwendung kommen.

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